Elektroautos als Dienstwagen

Für 1-%-Regelung wird nur der halbe Listenpreis angesetzt –

ab Januar 2020 ist dies steuerlich noch günstiger

 

Wird ein betrieblicher Pkw auch privat genutzt, legt das Finanzamt für die Besteuerung nach der 1-%-Regelung den Listenpreis zugrunde zuzüglich Sonderausstattung und einschließlich Umsatzsteuer. Wer ein Elektroauto als Dienstwagen wählt, fährt künftig steuerlich günstiger.

 

Im Rahmen der Förderung der Elektromobilität wird zukünftig für Elektroautos nur der halbe Listenpreis angesetzt. Die Neuregelung gilt für Elektro- und Hybridelektrofahrzeuge, die extern aufladbar sind und die im Zeitraum vom 1.1.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft oder geleast werden. Dieser Zeitpunkt wurde mit dem Jahressteuergesetz 2018 nun bis zum Ablauf des Jahres 2030 verlängert.

 

Bei Fahrzeugen, die keinen CO2-Ausstoß haben und der Fahrzeugpreis unter 40.000 Euro (somit reine Elektrofahrzeuge) liegt, sind nur 25% des Bruttolistenpreises zugrunde zu legen. Dies gilt für Anschaffungen nach dem 31.12.2018 bis zum 31.12.2030.

 

Die Neuregelung gilt auch entsprechend, wenn die privaten Fahrten mit einem Fahrtenbuch ermittelt werden. Die zu berücksichtigende Abschreibung wird nur zur Hälfte bzw. zu einem Viertel angesetzt. Wird ein geleastes oder gemietetes Kraftfahrzeug genutzt, sind die Leasing- oder Mietkosten nur zur Hälfte bzw. zu einem Viertel zu berücksichtigen.

Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte bzw. erster Tätigkeitsstätte und Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung werden von der Neuregelung ebenfalls erfasst. Auch hier ist also bei der Ermittlung des geldwerten Vorteils der 50%ige bzw. 25%ige Listenpreis anzusetzen.

 

Beim Kauf von Elektro-Lieferfahrzeugen gilt ab Januar 2020 voraussichtlich mit dem Gesetz zur Förderung der Elektromobilität sogar eine zusätzlich 50%ige Sonderabschreibung. Diese Sonderabschreibung tritt neben die reguläre lineare Abschreibung.

 

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