Kurzfristige Beschäftigung

Kurzfristige Beschäftigung – Ausnahmeregelung läuft aus

 

Mit dem Sozialschutz-Paket vom 27. März 2020 wurden die Zeitgrenzen für die kurzfristige Beschäftigung übergangsweise vom 01. März 2020 bis 31. Oktober 2020 von drei Monaten oder 70 Arbeitstagen auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage angehoben. Diese Sonderregelung wurde nun nicht verlängert. 

Es gelten damit wieder die bisherigen Zeitgrenzen.

Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn die Beschäftigung im Lauf eines Kalenderjahres von vornherein

  • auf nicht mehr als drei Monate oder 70 Arbeitstage im Kalenderjahr befristet ist und
  • die Beschäftigung nicht berufsmäßig ausgeübt wird

Die Höhe des Verdiensts ist dabei unerheblich. Die Geringfügigkeitsgrenze von 450 Euro gilt bei einer kurzfristigen Beschäftigung nicht. Eine kurzfristige Beschäftigung ist sozialversicherungsfrei. Für Arbeitgeber fallen auch keine Pauschalbeiträge an.

Welche Zeitgrenze gilt, ist davon abhängig, wie viele Tage der Arbeitnehmer pro Woche arbeitet.

  • Wenn die Beschäftigung an mindestens fünf Tagen in der Woche ausgeübt wird, ist von maximal drei Monaten auszugehen (Ausnahmeregelung vom 1. März bis 31. Oktober 2020: fünf Monate).
  • Ansonsten gilt die Zeitgrenze von 70 Arbeitstagen (Ausnahmeregelung vom 1. März bis 31. Oktober 2020: 115 Arbeitstage).

Sollte eine kurzfristige Beschäftigung entgegen den Erwartungen die Zeitgrenze überschreiten, tritt vom Tag, an dem das Überschreiten erkennbar wird, Versicherungspflicht ein.

 

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