Solidaritätszuschlag fällt ab 2021 weg

Solidaritätszuschlag fällt ab 2021 weg

 

Das Gesetz zur Rückführung des Solidaritätszuschlags 1995 wurde bereits am 29.11.2019 verabschiedet.

Künftig entfällt der Solidaritätszuschlag für die große Mehrheit derer, die ihn heute zahlen. Die Bundesregierung hatte eine Regelung auf den Weg gebracht, die 35,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger um fast elf Milliarden Euro im Jahre entlastet. Auch der Bundestag hat dafür nun grünes Licht gegeben. Für 90% der heutigen Zahler wird der Soli ab 2021 vollständig entfallen – so wie es im Koalitionsvertrag vorgesehen ist. Die Freigrenze, bis zu der kein Solidaritätszuschlag anfällt, wird von heute 972 Euro auf 16.956 Euro der Steuerzahlung angehoben, so dass bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro zukünftig kein Soli mehr fällig wird.

An die neue deutlich ausgedehnte Freigrenze schließt sich eine sog. Milderungszone an. Wie bereits heute verhindert sie, dass sofort auf den vollsten Steuerbetrag Soli erhoben wird. Davon profitieren weitere 6,5% der Soli-Zahler. Die Milderungszone gilt für zu versteuernde Einkommen bis 96.409 Euro. Für Verheiratete verdoppeln sich diese Beträge.

Ab 01.01.2021 wird bei vielen Steuerzahlern der Solidaritätszuschlag aus diesem Grund nicht mehr berechnet werden. Das bedeutet, dass bis zu einem Jahreseinkommen

  • in Höhe von 61.717,00 Euro kein Solidaritätszuschlag anfällt,
  • in Höhe von 96.409,00 Euro wird die sogenannte Milderungszone angewandt und
  • ab 96.409,00 Euro der volle Prozentsatz (5,5%) der Körper- oder Einkommensteuer zu berechnen ist.

Weiterhin müssen allerdings Anleger auf steuerpflichtige Kapitalerträgen den Solidaritätszuschlag entrichten.

 

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